Prüfungsfragen
und Lösungen der staatlichen Fischerprüfung 2004
Fischkunde
1. Welchen Zweck erfüllen in erster
Linie Rücken- und Afterflossen?
a.) Sie dienen der
Fortbewegung
b.) Sie dienen der
Richtungsänderung
c.) Sie
stabilisieren die Körperhaltung
2. Bei welcher Fischart sind Rücken-,
Schwanz- und Afterflossen zu einem Saum zusammengewachsen?
a.) Aal
b.) Neunauge
c.) Rute
3. Welche Weißfischarten haben eine
besonders lange Afterflosse?
a.) Brachse und Güster
b.) Nase und Barbe
c.) Aitel und Hasel
4. In welcher der genannten Gruppen gibt
es Fischarten mit Barteln?
a.) Forellenartige
b.) Weißfischartige
c.) Barschartige
5. Welche Fischart hat eine besonders große,
fettreiche Leber?
a.) Aal
b.) Rutte
c.) Wels
6. Welche Aufgabe hat die Schwimmblase?
a.) Sie dient der Atmung
b.) Sie ermöglicht das
schwerelose Schwimmen
c.) Sie dient der
Sammlung von Harn
7. Welche Fischart hat speziell zur Laichzeit
ungenießbaren Rogen?
a.) Hecht
b.) Wels
c.) Barbe
8. Was versteht man unter Brutpflege bei
Fischen?
a.) Schützen des Laiches
und der jungen Brut
b.) Schlagen von
Laichgruben
c.) Ablegen von Laich auf
Wasserpflanzen
9. Auf welche Gewässer ist das
Vorkommen der Flussperlmuschel beschränkt?
a.) kalkarme Gewässer
b.) kalkreiche Gewässer
c.) sauerstoffarme
Gewässer
10. Wie unterscheidet man Huchen und
Regenbogenforelle?
a.) Die Schwanzflosse des
Huchen hat keine schwarzen Tupfen
b.) Der Huchen ist rot
getupft
c.) der Huchen hat keine
Tupfen am Körper
11. Wie unterscheidet man den Schied vom
Nerfling?
a.) Der Schied hat ein
unterständiges Maul
b.) Der Nerfling hat ein
oberständiges Maul
c.) Der Schied hat ein
oberständiges Maul
12. Wo sind Streber und Zingel heimisch?
a.) Nur im Flussgebiet
der Donau
b.) Nur im Flussgebiet
des Rheines
c.) Im Flussgebiet von
Donau und Rhein
Gewässerkunde
13. Was trifft für fischereilich
fruchtbare Gewässer meist zu??
a.) ein hoher Silikatgehalt
b.) ein hoher Kalkgehalt
c.) ein hoher Gehalt an
Huminsäuren
14. Welche Fischart ist für die Forellenregion
typisch?
a.) Frauennerfling
b.) Koppe
c.) Schleie
15. Welche Eigenschaften bezeichnen u.a. die
Barbenregion der Fließgewässer ?
a.) Felsiger Untergrund
und reißende Strömung
b.) schlammiger
Untergrund und langsam fließendes Wasser
c.) Sandiger und
kiesiger Untergrund sowie schnell fließendes Wasser
16. Was ist ein Altwasser?
a.) Es ist eine
natürlich oder künstlich abgetrennte ehemalige Flussstrecke
b.) Es ist ein
Gewässer, dessen Wasser gealtert ist
c.) Es ist ein Gewässer
mit überaltertem Fischbestand
17. Welche Nahrungskette ist typisch für den
Lebensraum Fließgewässer?
a.) Algenwuchs, Nase,
Huchen
b.) Phytoplankton,
Bachforelle, Äsche
c.) Zuckmückenlarve,
Rotauge, Karpfen
18. Welche Organismen reichern das wasser mit
Sauerstoff an?
a.) Das tierische
Plankton (Zooplankton)
b.) Das pflanzliche
Plankton (Phytoplankton)
c.) Muscheln und
Schnecken
19. Welche der genannten Tiere sind Indikatoren für
gering belastete Gewässer (Gewässergüteklasse I - II) ?
a.) Rote
Zuckmückenlarven
b.) Steinfliegenlarven
c.) Schneckenegel
20. Wodurch kann in einem nährstoffreichen See eine
für Fische gefährliche Sauerstoffzehrung entstehen?
a.) durch ansteigenden
Luftdruck
b.) durch starke
Algenentwicklung und Absterben der Algenmasse
c.) durch Absinken des
ph-Wertes unter 4
21. Was versteht man unter Aufwuchs?
a.) Ansiedlung von Algen
auf lebendem (z.B. Wasserpflanzen) und totem (z.B.: Steinen) Material?
b.) Massenentwicklung
von pflanzlichem Plankton
c.) Massenentwicklung
von Schilf und Rohr
22. Welche Tiere sind in der Äschenregion als
Fischnahrung wichtig?
a.)
Schlammröhrenwürmer
b.) Wasserflöhe
c.) Köcherfliegen und
ihre Larven
23. Welche der folgenden Vogelarten kann aufgrund
ihres Ernährungsverhalten den Fischbestand Fließgewässern der Äschen- und
Forellenregion nachhaltig reduzieren?
a.) Kormoran
b.) Haubentaucher
c.) Stockente
24. Wodurch wird der Bisam besonders problematisch?
a.) Er vertreibt die
Fische aus ihrem Revier
b.) er ist ein
bedeutender Nahrungskonkurrent der Fische
c.) Er zerstört Dämme
und Uferanlagen
Schutz und Pflege der Fischgewässer,
Fischhege
25. In welche Gewässer dürfen auf keinen Fall
Glasaale eingesetzt werden?
a.) In die
Brachsenregion von Fließgewässern der Flussgebiete von Main und Elbe
b.) In Fließgewässern
der Forellenregion
c.) In Baggerseen mit
dichtem Weißfischbestand
26. In Baggerseen sollen keine Forellen eingesetzt
werden
a.) bei Vorkommen von
Krebsen
b.) bei Vorkommen von
Hechten
c.) bei Vorkommen von
Schleien
27. Was ist zu tun, wenn beim Angeln
krankheitsverdächtige Fische beobachtet werden?
a.) sofort den
Bewirtschafter des Gewässers verständigen
b.) alle
krankheitsverdächtigen Fische fangen, töten und vergraben
c.) Dort weiterangeln,
wo keine krankheitsverdächtigen Fische zu beobachten sind
28. Für die Vermehrung von Äsche und Nase und das
Aufkommen von ausreichend Jungfischen dieser Arten ist als Grundvoraussetzung
nötig
a.) geeignete
Laichplätze
b.) eine
Wassertemperatur im Sommer über 20oC
c.) ein jährlicher
Besatz mit laichreifen Äschen und Nasen
29. Bei welcher maximalen Wassertemperatur ist in
einem Fließgewässer ein Besatz mit Bachforellen auf keinen Fall zu vertreten?
a.) 10oC
b.) 15oC
c.) 25oC
30. Ein Wassertemperaturausgleich beim Fischeinsatz
ist erforderlich,
a.) um den Druck für
die Fischblase auszugleichen?
b.) um Folgeschäden an
Haut und Kiemen zu vermeiden?
c.) um Hautparasiten
abzuschwemmen?
31. Wozu dient eine Fischfangstatistik?
a.) Sie ist Grundlage
einer fischereilichen Gewässerbewirtschaftung
b.) Sie wird zur Vorlage
beim Finanzamt benötigt
c.) Sie ist der Nachweis
für getätigten Fischbesatz
32. Inwiefern können Schnecken eine Gefahr für den
Fischbestand darstellen ?
a.) Als
Zwischenwirte gefährlicher Fischparasiten
b.) überhaupt nicht
c.) als
Nahrungskonkurrenten
33. Welches Verhalten lässt darauf schließen, dass
ein Fisch erkrankt ist?
a.) der Fisch steht in
der Strömung und bewegt sich kaum
b.) der Fisch verteidigt
aggressiv seinen Unterstand gegenüber Artgenossen
c.) der Fisch steht
apathisch im Flachwasserbereich und zeigt kein Fluchtverhalten
34. Karpfenläuse schmarotzen,
a.) nur auf den Kiemen
b.) nur auf den Flossen
c.) auf der gesamten
Körperoberfläche
35. Die Krebspest wird hervorgerufen durch,
a.) ein Virus?
b.) ein Bakterium?
c.) ein Pilz?
36. Was ist beim Besatz mit einsömmrigen Hechten zu
beachten?
a.) die Hechte
möglichst dicht besetzen, um ihrem Schwarmverhalten Rechnung zu tragen
b.) da die einsömmrigen
Hechte noch Brutpflege benötigen, dürfen sie nur zusammen mit mehrsömmrigen
Hechten besetzt werden
c.) die Hechte
möglichst einzeln und verteilt in das Gewässer aussetzen, um Verlusten durch
Kannibalismus vorzubeugen
37. Warum schadhafte Schnurführungsringe an der Angelrute
nicht fischwaidgerecht?
a.) Sie können die
Schnur beschädigen, so dass sie von stärkeren Fischen abgerissen werden kann
b.) Sie behindern den
Schnurablauf beim Wurf
c.) Die beschädigte
Schnurr kann vom Fisch leichter gesehen werden
38. Für welche Fischart ist der Blinker ein guter
Köder?
a.) Bachforelle
b.) Aal
c.) Barbe
39. Welche Umstände versprechen die besten
Fangaussichten auf Aal mit der Angel?
a.) Kalte, klare Nächte
im April
b.) Warme Sommernächte
mit bedecktem Himmel
c.) Stürmische
Schlechtwetterlage im Winter mit Schneetreiben
40. Was ist für den Fangerfolg in der
Spinnfischerei in erster Linie wichtig?
a.) Fang von Barben in
Fließgewässern
b.) Fang von Brachsen in
Fließgewässern und Seen
c.) Fang von
Flussbarschen in Seen
41. Was ist beim Landen eines größeren Fisches zu
beachten?
a.) Rute weglegen und
Schnur mit den Händen ziehen
b.) Fisch so schnell wie
möglich mit der Rute aus dem Wasser heben
c.) Nach dem Drill Fisch
mit Kescher oder Gaff landen
42. Welche Zusatzausrüstung gehört außer fang-
und Landegeräten unbedingt zum fischgerechten Angeln?
a.) Längenmaß,
Hakenlösegerät
b.) Ersatzteile,
Ersatzrute
c.) Fischwaage,
Rutenhalter
43. Was ist nach dem Landen eines maßigen Fisches
am vordringlichsten?
a.) Betäuben und
Abködern
b.) Schlachten
c.) Wiegen
44. Woran ist zu erkennen, das ein Karpfen vor dem
Schlachten einwandfrei betäubt ist?
a.) Am Aufsperren der
Kiemendeckel
b.) Am Muskelzittern des
Körpers
c.) Am Ausbleiben des
Augendrehreflexes
45. Wann soll beim Forellenfischen der Anhieb
gesetzt werden?
a.) Erst nachdem die
Forelle den Köder sicher geschluckt hat
b.) unmittelbar nach dem
Biss
c.) Erst wenn die
Forelle einige Zeit nach dem Biss Schnurr abzieht
46. Welche Aufgabe hat die Rücklaufsperre an der
Stationärrolle?
a.) Sie verhindert das
falsche Aufwinden der Schnurr
b.) Sie verhindert die
Verdrallung der Schnurr
c.) Sie verhindert die
unbeabsichtigte Schnurrfreigabe
47. Was sind AFTMA-Klassen?
a.) Einteilung der
Sportfischer bei Wettbewerben
b.) Gewichtseinteilung
bei Meeresschnüren
c.) Normung der
Flugangelschnüre
48. Für welchen Fisch ist die Trockenfliege ein
geeigneter Köder?
a.) Zander
b.) Rutte
c.) Äsche
Einschlägige Rechtsvorschriften,
insbesondere des Fischerei- und Wasserrechts, des Tierschutz- und
Tierseuchenrechts
49. das Fischereirecht erstreckt sich auf
a.) Wasserpflanzen?
b.) Fischlaich und
sonstige Entwicklungsformen der Fische sowie auf Fischnährtiere?
c.) die
Sumpfschildkröte und Frösche?
50. Welche Aussage gehört zum gesetzlichen
Hegeziel?
a.) Erhaltung und
Förderung eines der Größe, Beschaffenheit und Ertragsfähigkeit des
Gewässers angepassten artenreichen und gesunden Fischbestandes
b.) Erhaltung und
Förderung eines der Größe des Gewässers angepassten gesunden und
fischereilich interessanten Fischbestandes
c.) Erhaltung eines der
Größe des Gewässers angepassten Fischbestandes durch Besatz mit fangreifen
Fischen
51. Für welchen Zeitraum gilt der
Jugendfischereischein?
a.) Vom Tag der
Ausstellung bis zum vollendeten 18. Lebensjahr
b.) Vom Tag der
Ausstellung bis zum vollendeten 14. Lebensjahr
c.) Vom Tag der
Ausstellung jeweils für ein Jahr
52. Welche Papiere muss man beim Angeln mit sich
führen?
a.) Fischereischein und
Erlaubnisschein (falls nicht befreit von der Erlaubnispflicht)
b.)
Bundespersonalausweis
c.) Zeugnis über die
bestandene Fischerprüfung
53. Sie angeln an einem See und werden von einem
bestätigtem Fischereiaufseher kontrolliert. Darf der Fischereiaufseher die von
ihnen gefangenen Fische besichtigen?
a.) Nur bei Verdacht,
dass sie gegen Bestimmungen zu Schonzeit und -maß verstoßen haben
b.) Er darf die Fische
nur unter Anwesenheit der Polizei besichtigen
c.) Ja
54. Hat das Tierschutzgesetz Bedeutung für den
Angelfischer?
a.) Nein, es hat keine
Bedeutung
b.) Ja, denn es
verbietet, Fische über eine bestimmte Stückzahl hinaus zu fangen
c.) Ja, denn es
verbietet, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden
zuzufügen
55. Sie fangen am 15. Oktober beim Fliegenfischen
eine Bachforelle mit 35 cm Länge. Die Forelle lässt sich problemlos vom Haken
lösen. Wie verhalten sie sich richtig?
a.) Sie betäuben und
töten die Forelle
b.) Sie setzen die
Forelle unverzüglich in das Gewässer zurück
c.) Sie hältern die
Forelle in einem Setzkescher, um sie am Ende des Tages zu töten
56. Welche der nachstehenden Fischfangmethoden ist
nach der Verordnung zur Ausführung des Fischereigesetzes für Bayer (AVFiG)
verboten?
a.) Fang mit der Hegene
b.) Fang mit lebenden
Köderfischen
c.) Fang mit Reusen
57. Haben Muscheln nach der Verordnung zur
Ausführung des Fischereigesetzes in Bayern eine Schonzeit?
a.) Nein
b.) Ja, die Teich- und
Flussmuscheln sowie die Flussperlmuschel sind ganzjährig geschont
c.) Die Flussperlmuschel
darf nur vom Perlfischer mit besonderer Genehmigung entnommen werden, alle
anderen Muscheln können als Köder verwendet werden
58. wann ist nach der Verordnung zur Ausführung des
Fischereigesetzes für Bayern während der Nachtzeit der Fischfang durch
menschliche Tätigkeit verboten?
a.) Eineinhalb Stunden
nach Sonnenuntergang bis eine Stunde vor Sonnenaufgang
b.) Eine Stunden nach
Sonnenuntergang bis eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang
c.) Von Sonnenuntergang
bis Sonnenaufgang
59. Steht die Wasserspitzmaus als besonders
geschützte Tierart unter Naturschutz?
a.) Nein
b.) Ja
c.) Sie darf nur an
Gewässern der Forellen- und Äschenregion gefangen werden
60. Wie sind Krebse vorschriftsmäßig zu töten?
a.) Sie müssen in stark
kochendes Wasser gegeben werden, das sie vollständig bedeckt und nach ihrer
Zugabe weiterhin stark kocht
b.) Sie müssen in
angewärmtes Wasser gelegt und dann zum Kochen gebracht werden
c.) Sie müssen mit
einem Schlag betäubt, dann ausgeweidet und anschließend gekocht werden